Taufe in der Hörgeschädigten-Gemeinde

Ein Gottesdienst für Hörgeschädigte mit Taufe eines Erwachsenen ist immer wieder ein besonderes Erleben.

Am Sonntag, den 15. März 2015 hielt Bischof Thomas Matthes in der Gemeinde Delitzsch einen Gottesdienst für Hörgeschädigte. Als Bibelwort diente Johannes 13,13.14:

„Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin's auch. Wenn nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen.“

Im Mittelpunkt der Predigt stand das Dienen Jesu. Es ist Vorbild für das gegenseitige Dienen in seiner Gemeinde. Dieses gegenseitige Dienen spiegelte sich auch im Gottesdienst wider: Hörende und Hörgeschädigte, d. h. Menschen ohne und mit Behinderung waren zusammengekommen, um gemeinsam Gottesdienst zu erleben. Die Predigt des Bischofs wurde von Glaubensschwester Nadin Lorenz aus Halle in die Gebärdensprache übersetzt.

Ein besonders bewegendes Erlebnis war die Taufe eines Erwachsenen mit Autismus. Patrick stand mit seinen Pflegeeltern vor dem Altar und strahlte eine unglaubliche Freude aus. Bischof Matthes stellte ihm die Tauffrage schriftlich auf einem Blatt Papier, da sich der junge Glaubensbruder dieser Kommunikationsform am besten bedienen kann. Da er nicht sprechen kann, bekannte er mit kräftigem Nicken und dem „Daumen-hoch-Zeichen“ sein JA zur Taufe, was alle Anwesenden sehr ergriff.

Zum Abschluss sangen die Kinder mit lautsprachbegleitenden Gebärden ein Kinderlied, um so der Gemeinde zu dienen und Freude zu bereiten.

Danke für diesen wunderbaren GOTTES – DIENST!

N.L.