Am Mittwochabend, 15. April 2026, erlebte die Gemeinde Merseburg einen besonderen Festgottesdienst: Bezirksapostel David Heynes besuchte gemeinsam mit Apostel Neil Woodmann und Apostel Jens Korbien die Gemeinde. Eingeladen waren neben den Gemeindeleitern des Kirchenbezirks Leipzig auch Mitglieder umliegender Gemeinden. Darüber hinaus wurde der Gottesdienst per IPTV In die Gemeinden des Kirchenbezirkes übertragen.
215 Gottesdienstbesucher füllten die Kirche bis auf den letzten Platz. Die freudige Erwartung vieler Anwesender war bereits vor Beginn spürbar und prägte die besondere Atmosphäre des Abends.
Alles ist Gnade
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus 1. Korinther 1,30 zugrunde. Bezirksapostel Heynes stellte in seiner Predigt Christus in den Mittelpunkt. Paulus habe schon der Gemeinde in Korinth gezeigt, dass es im Glauben nicht um Leistung, Ansehen oder eigene Werke gehe, sondern um Jesus Christus: „durch ihn, nicht durch eigene Werke“.
Mit Blick auf das Gemeindeleben machte der Bezirksapostel deutlich: Ob Chor, Technik, Kinder, Jugendliche oder Senioren – alles, was in der Gemeinde wächst und gedeiht, ist Gnade aus Christus. Was wir für die Gemeinde und für den Nächsten tun, geschehe nicht aus dem Wunsch nach Anerkennung, sondern aus Dankbarkeit und Liebe.
Zugleich ermutigte er dazu, Christus im Alltag bewusst einzubeziehen: im Gebet, im Lesen der Heiligen Schrift und in der Frage, wie Jesus in einer konkreten Situation handeln würde. So werde Glauben sichtbar – oft gerade durch Geduld, Toleranz und ein Verhalten, das anderen auffällt.
Ein Weg, der sich lohnt
Apostel Woodmann griff in seiner Co-Predigt eine persönliche Erfahrung von der Anreise auf: Erst ein Hinweis eines Passanten habe ihm den Weg durch einen engen Tunnel zur Kirche gezeigt. Dieses Bild verband er mit dem Glaubensweg: Manchmal brauche es Vertrauen und Demut, um Gottes Führung anzunehmen. Besonders die Jugendlichen ermutigte er, Gott Raum zu geben und ihm nachzufolgen.
Bezirksältester Thomas Cramer knüpfte daran an: Auch im Leben führe der Weg zum Ziel manchmal durch „Tunnel“ – durch Schwierigkeiten, Unsicherheiten oder belastete Beziehungen. Gerade dann sei es wichtig, den Weg mit Gott weiterzugehen.
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls rief Bezirksapostel Heynes dazu auf, sich auch im Alltag zu Christus zu bekennen und durch das eigene Leben eine Einladung zu ihm zu sein.
Dank und Begegnung
Musikalisch wurde der Gottesdienst durch Orgel, Klavier und Violine sowie einen Chor mit rund 80 Sängerinnen und Sängern gestaltet. Für viele war dies ein beeindruckendes Erlebnis.
Nach dem Gottesdienst blieben zahlreiche Besucher noch zu Gesprächen zusammen. Gemeindeleiter Frank Ullmann überreichte Bezirksapostel Heynes und Apostel Woodmann jeweils einen Präsentkorb mit Spezialitäten und Erinnerungen aus Merseburg und der Region – verbunden mit herzlichem Dank und dem Wunsch, Merseburg bald wieder zu besuchen.
Neuapostolische Kirche